Vita - Fernsehgärtner John Langley

Foto: NDR
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Für Gärtner John Langley steht Grün für Hoffnung, Wachstum und Leben. Bereits während seiner Schulzeit (es war keine Baumschule) wurde er von seiner Botanik-Lehrerin Hannelore (Loki) Schmidt auf die grüne Fährte gebracht.  John lebt und schafft in Hamburg ... für ihn das "grünes Herz" Deutschlands. Seit mehr als dreißig Jahren lebt er mit seinem Markenzeichen, einem langen roten (inzwischen grauen) Bart, in und von der grünen Branche.

Er hat hier von der Pike auf (allein fünf Lehrjahre) Vieles gelernt, einiges auch wieder vergessen und dennoch hofft er natürlich, einmal auf den allbekannten "grünen Zweig" zu kommen. Apropos Zweige, Äste, Ranken, Rispen ... was Gärtner und Florist John in seinen kreativen Händen vereint, wächst zu einem wahren Blütenmeer.

Kein Wunder, das ist er seinem Meistertitel in der Floristik schuldig. Als Gärtner mit dem (inzwischen) berühmten "grünen Daumen" weiß er natürlich auch, dass eine Pflanze Wärme, Nährstoffe und Licht benötigt, um so richtig aufzublühen.   Grund genug für John, den Weg ins Licht der Öffentlichkeit zu suchen. 1977 hatte er seinen ersten Fernsehauftritt: Bei Carlo von Tiedemann, natürlich im NDR. Nach der Premiere in der "Aktuellen Schaubude" folgten Präsentationen in Medien aller Couleur (ARD, SAT1, TELE5, MDR, WDR, Radio MV, NDR 90,3, Hamburg Journal, NDR, Hamburg1.........)

Eine ansprechende Aktion - im wahrsten Sinne des Wortes - waren regelmäßige Auftritte bei NDR 1 Radio MV - Mecklenburg-Vorpommern. Dort stand über viele Jahre stets viel "Grünes" auf dem wöchentlichen Sendeplan. Auf seinem Stundenplan als Pauker in der Agrarwirtschaft der G13 stehen ganz andere Fächer an: Naturverständnis, Kommunikation, Ware, Verkauf, Praxis und Gestaltung. Als Pädagoge hat er sein Herz auch für Kids entdeckt. Mit ihnen ist er immer der Natur auf der Spur.

Wer die blumigen Aktivitäten des Fernsehgärtners verfolgt, wird schnell feststellen, dass Spontaneität, Infotainment und fachliche Kompetenz immer mit dem "grünen Band der Sympathie" verbunden wird. Der grüne Daumen gehört jeden Sonnabend bei DAS! grünt im NDR seid Jahren dazu. Und jeden Donnerstag sind seine grünen Tipps bei MeinNachmittag zu sehen. Natur pur liegt dem NDR-Gärtner John Langley im Blut, kommen doch seine walisischen Vorfahren aus dem Land der schönsten Gärten der Welt.

Wer (wann auch immer) spontan noch grüne oder bunte Fragen hat, findet im Garten-Foren unter HAUS+GARTEN ein Quell an Wissen. Seine Ratschläge rund ums Grün präsentiert er gern mit einem Augenzwinkern. Prädikat: Garten-Rat, der Spaß macht.

Weniger ist mehr

Weniger ist mehr
Foto: Ulrike Schacht

Eigentlich habe ich das immer gewusst: Faulheit ist nicht nur das halbe Leben, sondern sollte auch als das „biologische Gesetz der Energieersparnis" verstanden werden. Ok, in unserer Gesellschaft wird immer noch organisierte Faulheit als eine nicht erstrebenswerte Eigenschaft angesehen. Grundgenug, dass ich mich bei der Gartenarbeit für ein modernes Pausenmanagement und grünes Wellness-Programm entschieden habe.

Faul sein heißt für mich ab sofort auch erfolgreich zu sein. Und spontan geht mir durch den Kopf, dass dieses faulenzerische Verhalten auch gut für den Umweltschutz sein müsste. Klar, Faule reißen keine Bäume aus, fällen keine Sträucher oder schneiden im Herbst im Aufräumwahn alles nieder, was da im Garten steht. Faule sind gute Energiesparer, denn wer viel ruht, braucht weniger Energie, Strom und andere wertvolle Ressourcen. Faule sind auch selten misstrauisch, denn sie vertrauen meist darauf, dass schon alles gut gehen wird. Mit Faulen gibt es keinen unnötigen Streit über den Gartenzaun, sie mischen sich nicht in fremde Angelegenheiten ein. Faule haben viel mehr Zeit für ihr selbstständig wachsendes Grün.

"Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit." Das soll Immanuel Kant, 1724-1804; deutscher Philosoph einmal gesagt haben. Für das Jahr 2010 gilt es, etwas ruhiger etwas fauler, langsamer und gelassener gärtnern zu wollen.