Terrassenbau macht Spaß
Wer etwas Platz im Garten hat, sollte sich eine zweite Ebene der "Gemütlichkeit" zulegen. Mit wenig Handgriffen lässt sich der Terrassen-Traum erfüllen.Terrassenbau macht Spaß
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Zwiebel
Zwiebeln, Knollen, Wurzelknollen und Rhizome
Genau genommen sind viele Blumenzwiebeln gar keine richtigen Zwiebeln. Krokusse und Gladiolen z.B. sind Knollen und die bekannte Dahlie ist eine Wurzelknolle. Der Unterschied zwischen Zwiebeln und Knollen ist gering und sie sehen oft ähnlich aus. Der Hauptunterschied liegt in der Art und Weise, wie die Nährstoffe gelagert werden. Wurzelknollen und Rhizome unterscheiden sich dagegen optisch deutlich von Zwiebeln und Knollen. Sie können z.B. eine längliche oder flache Form haben. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden aber mit dem Begriff „Blumenzwiebeln" alle Pflanzen bezeichnet, die unterirdische Speicherorgane haben.
Der Unterschied zwischen Frühjahrs- und Sommerblühern
Blumenzwiebeln werden im Wesentlichen in zwei große Gruppen unterteilt: Frühjahrsblüher und Sommerblüher. Die Frühjahrsblüher sind im Allgemeinen winterhart und werden im Herbst gepflanzt. Diese Zwiebeln benötigen sogar die niedrigen Wintertemperaturen für den Austrieb im nächsten Jahr. Viele Frühjahrsblüher wie z.B. Narzissen können im Boden bleiben und blühen auch in den Folgejahren wieder. Die meisten Sommerblüher sind dagegen frostempfindlich und würden die niedrigen Wintertemperaturen nicht überstehen. Deshalb werden sie erst im Frühling gepflanzt. Wenn sie im nächsten Jahr wieder blühen sollen, müssen sie im Herbst ausgegraben und frostfrei überwintert werden. Eine Ausnahme ist die Lilie. Viele im Sommer blühende Lilien sind winterhart und können sowohl im Frühjahr als auch im Herbst gepflanzt werden.
Staudenbeete gut geplant
Wer Stauden pflanzt und dabei ein paar Grundregeln der Gestaltung beachtet, wird im nächsten Jahr mit einem klassischen Staudenbeet im eigenen Garten belohnt.
- Wichtig ist zunächst mal bei der Planung die Gesamtgröße und Breite des Beetes, abhängig von der Gartengröße. Auch spielt die Tiefe eine wichtige Rolle. Sie sollte mindestens zwei Meter betragen. Denn nur dann können die Stauden nach Höhen gestaffelt werden.
- Gerade diese Höhenabstufungen sind entscheidend für das gute Aussehen des Beetes. Hohe Pflanzen wie Geißbart, Rittersporn, Lupinen gehören nach hinten. Um diese sogenannten Leitstauden herum werden die halbhohen gruppiert. Die niedrigen wie etwa Storchschnabel gehören an die Ränder. Solche, die nach der Blüte unansehnlich werden wie etwa das Tränende Herz, sollten dann von nachwachsenden Pflanzen verdeckt werden.
- Fast genauso wichtig wie der Aufbau des Beetes ist der Rahmen. Mitten im Rasen wirkt ein Staudenbeet langweilig. Einen schönen Hintergrund bilden grüne Sträucher, eine Hecke oder Mauer.
Stauden sind keine Einzelgänger.
- Am besten sehen sie in Gruppen gepflanzt aus, wobei die jeweilige Anzahl von der Pflanzengröße abhängt. Bei hohen Stauden reichen vier bis fünf Pflanzen bei niedrigen Polsterstauden können es bis zu 20 Stück in einer Gruppe sein.
- Stauden kann man nicht nur mit Stauden, sondern auch mit allen anderen Gartenpflanzen kombinieren. Sie passen zu Zwiebelblumen und kurzlebigen Sommerblühern genau so gut wie zu Gehölzen.
- Besonders hübsch sehen sie aus, wenn sie Rosen Gesellschaft leisten. Gute Rosenpartner sind vor allem der blaue Rittersporn, weißes, duftiges Schleierkraut, Glockenblumen, gelbe Fetthenne und Phlox in verschiedenen Farben.
Wann schneidet man Stauden zurück?
Das ist je nach Gartentyp unterschiedlich. In einem sehr "steril" gehaltenen Garten kann man die Stauden im Herbst, nachdem sich die Staude aus den Stängeln die letzte Kraft gezogen hat, zurückschneiden. Das kann bis etwa 5 cm über dem Boden sein. Dies gilt allerdings nicht bei immergrünen Pflanzen.
Besser ist es allerdings für die Stauden, wenn man die alten Blätter und Stängel bis ins neue Jahr an der Pflanze lässt, bis kurz bevor die neuen Triebe austreiben. So haben die Pflanze und auch die Tiere noch Schutz vor dem Winter.
Des Weiteren bleibt die Struktur im Garten erhalten. Raureif oder Schnee können mit den Pflanzen zu sehr schönen Gartenbildern führen.
Remontier-Eigenschaften bei Stauden
Ein Blumenbeet, in dem immer etwas blüht - wer hat davon noch nicht geträumt?
Blütenstauden können diesen Traum fast erfüllen. Verschiedene Stauden sind in der Lage, nach der ersten Blüte im gleichen Jahr ein zweites Mal zu blühen. Voraussetzung ist jedoch, dass gleich nach der ersten Blüte alles verblühte stark zurückgeschnitten wird. Hierdurch erhält die Pflanze den Anreiz, aus ruhenden Knospen erneut auszutreiben und ein zweites Mal zu blühen.
Die meisten Stauden sind nach der Blüte nicht mehr sonderlich attraktiv.
- Vergilbte Blätter und Samenstände sind das Bild nach der Blüte. Bei vielen remontierenden Stauden kann jedoch durch einen Rückschnitt, eine zweite Blüte gefördert werden.
- Diese fällt meist nicht mehr so stark aus wie der erste Blütenflor, aber es lohnt sich dennoch.
- Zudem wird die Selbstaussaat und damit die ungewollte Verbreitung im Garten verhindert.
- Die Stauden werden etwa 10-15 cm über dem Boden zurück geschnitten.
- Allerdings müssen die Stauden gedüngt werden, denn die Pflanzen sind geschwächt und müssen für eine zweite Blüte mit Nährstoffen versorgt werden.
- Außerdem sollten die Stauden nach dem Rückschnitt gut gewässert werden.
- Im August/September können wir uns dann auf eine zweite Blüte freuen.
Diese Remontierfähigkeit ist nicht bei allen Stauden vorhanden und auch recht unterschiedlich ausgeprägt.
Recht gute Remontiereigenschaften besitzen: Rittersporn, Salbei, Türkenmohn, Flockenblume, Katzenminze, Phlox, Lupinen, Achillea - Schafgarbe, Anchusa - Ochsenzunge, Centaurea - Flockenblume, Coreopsis - Mädchenauge, Gailardia - Kokardenblume, Heliopsis - Sonnenauge, Polemonium - Jakobsleiter, Pyrethrum - Bunte Margerite. Bei Margeriten, Sonnenbraut und Staudensonnenblumen werden nur die einzelnen Blüten herausgeschnitten.
Sonne uns Sauerstoffmangel
Kaum scheint die Sonne und steigen die Temperaturen, wachsen die Algen in vielen Gartenteichen.
Dafür verantwortlich sind in der Regel eine übermäßige Anreicherung mit sich zersetzender organischer Substanz und Sauerstoffmangel
Ein zu hoher Nährstoffgehalt im Teichwasser kann mannigfaltige Ursachen haben:
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Zu hohe Nährstoffgehalte im Leitungswasser
- Auch Regen- und Brunnenwasser kann „überdüngt" sein.
- Wenig geeignete Erde/Substrat zur Bepflanzung
- Zu früher oder zu hoher Fischbesatz
- Zuviel Nährstoffeintrag durch Fütterung der Fische
- Keine eingebaute Kapillarsperre: Nährstoffe fließen aus gedüngten Flächen (z.B. Rasen) ein
- Laubfall im Herbst
- Abgestorbene Pflanzenteile im Teich
- Nährstoffeintrag durch Pollenflug im Frühjahr
- Zu geringer Pflanzenbewuchs
- Geringe Wassertiefe (Erwärmung)
Einfach mal BLAU machen
Hortensien, die früher blau blühte, wurde umgepflanzt, jetzt blüht sie rosa. Wie ist zu tun, damit die Hortensien wieder BLAU wird?Die Blütenfarbe von Hortensien (Hydrangea macrophylla) ist von der Bodenreaktion, dem pH-Wert (Säuregehalt im Boden), abhängig. Nur diese eine Hortensien-Art (Hydrangea macrophylla) lässt sich in der Blütenfarbe durch den pH-Wert des Bodens beeinflussen. Auf sehr sauren Böden (pH 3,5 - 4,5) blühen die Pflanzen blau, mit zunehmendem Kalkgehalt (pH 5,5 - 6,5) werden die Blüten rosa oder rot. Allerdings reagieren die Hortensien, wie auch die anderen Moorbeetpflanzen, bei zu viel Kalk im Boden und damit einem höheren pH-Wert mit Chlorosen (Gelbwerden der Blätter). Um wieder die ursprüngliche blaue Blütenfarbe zu bekommen, muss also der Boden im Pflanzenbereich eine entsprechend "saure" Reaktion haben. Um den pH-Wert z.B. von 6,5 auf 5,5 zu senken, müssen auf 10 m² etwa 6 Ballen feuchter „Torf" eingearbeitet werden.
Ob dieser Torf-Verbrauch ökologisch Sinn macht? Wer auf Torf verzichten will, aber immer noch "blau" sehen möchte, kann mit speziellen chemischen Mitteln, wie Ammoniak "alaun", Kali"alaun" oder Aluminiumsulfat mehrmals vor der Blütenbildung (am besten 0,5 %ig, 1x wöchentlich) seine Hortensien gießen, bis die an Stiel und Blattknoten befindlichen Korkwarzen die gewünschte bläuliche Färbung annehmen. Im Gartenfachhandel gibt es auch spezielle Düngemittel, beispielsweise Osmocote Rhododendrondünger (NPK-Dünger umhüllt 15-10-13). Dieser umhüllter Dauerdünger, dessen Nährstoffe genau auf die Ansprüche von Rhododendren und allen anderen Moorbeetpflanzen (Azaleen, Eriken, Magnolien, Hortensien usw.) abgestimmt sind.
Der genannte Rhododendrondünger macht 4 Monate lang jegliche Nachdüngung überflüssig. Der Dünger enthält neben den Hauptnährstoffen NPK noch Magnesium (2%) und Eisen (0,5 %). Die benötigte Aufwandmenge sind nur 20-80 Gramm je Pflanze, je nach Größe und Anwendung.
Bauernhortensie Hydrangea macrophylla
Die Bauernhortensie Hydrangea macrophylla, war jahrelang recht unbeliebt und galt alt als total altmodisch.
Heute ist sie jedoch wieder bei Gartenfreunden "heiß" begehrt, egal ob als Kübel- oder Beetpflanze. Bevorzugt niedrige Sorten zu Hortensienhecke in milder Lage - verpflanzt. Ein wahrer Hortensientraum.
Standort, Ansprüche:
- Mäßig nährstoffreicher, feuchter, aber wasserdurchlässiger, kalkfreier Boden
- Nicht austrocknen lassen, am besten immer mulchen.
- Sehr heller Halbschatten oder volle Sonne.
- Wichtig ist außer in wintermilden Gebieten ein sehr geschützter Platz, z.B. nahe einer Mauer, da die im Frühling bereits fertig angelegten Blütenknospen bei Frost leider gerne erfrieren
- Nicht zu viel gießen, insbesondere bei der Kultur als Kübelpflanze.
- Empfindlich gegen Staunässe, daher zwar regelmäßig und möglichst gleichmäßig, aber immer erst dann gießen, wenn die oberste Erdschicht wieder trocken ist und niemals Wasser im Untersetzer bzw. Übertopf stehen lassen. Übergelaufenes ggf. sofort weggießen. Sonst kommt es leicht zur Chlorose - Blätter werden gelb.
Hortensie schneiden: Wann und wie?
- Am besten gar nicht schneiden, d.h. nur auslichten falls überhaupt erforderlich.
- Wenn die Schere zum Einsatz kommt „nur" die Blütenstände direkt über den nächsten Knospen abschneiden, denn genau diese sind (wenn sie nicht verfrieren) die Blüten für das nächste Jahr.
- Verblühte Blütenstände am besten erst im Frühjahr abschneiden, da sie sich ein guten Winterschutz bewähren.
- Achtung: Keinesfalls stark zurückschneiden: Der Rückschnitt durch *Einkürzen* der Triebe führt aus diesem Grund in *jedem* Fall zum Ausfall der Blüte, sowohl wenn man direkt nach der Blüte im Herbst schneidet als auch beim Schneiden im Frühling.
Hortensien schneiden
Überlegt schneiden, falls es die Witterung überhaupt zulässt. Dies gilt besonders für den Schnitt von Hortensien. Hydrangea macrophylla, die Bauernhortensie, bildet ihre Blüten vorwiegend an zweijährigem Holz. Die Blütenknospen für dieses Jahr wurden bereits im vergangenen Jahr an den Triebspitzen gebildet. Wer Triebe dieser Hortensien im Herbst oder Nachwinter radikal entfernt, schneidet damit die Blüten weg.
Treibt aus dem toten Holz, also nur abgeblühtes entfernen
Bei Bauernhortensien müssen die neu gebildeten, nicht blühenden Triebe stehen bleiben, denn sie tragen die Blüten für das nächste Jahr. Die besonders lang mit Blütenbällen bestückten Sorten "Annabelle" und "Endless Summer" können hingegen auch um die nicht blühenden Triebe bis zum Stumpf eingekürzt werden. "Andernfalls werden sie instabil"
Anfang August bis Mitte September sind die Knospen im Pflanzenmaterial angelegt und die Hortensien gehen über die Vorruhe in die Hauptruhe über. Nach diesem Zeitraum sollten keine Schnittmaßnahmen durchgeführt werden, da sonst die Knospen und damit die Blüten für das Folgejahr entfernt werden. Die Pflanzen sind nach der Blüte zu schneiden, zu einem Zeitpunkt, an dem die Pflanzen am alten Holz neue Triebe bilden. Dabei werden nur die abgeblühten Triebe bis über die Neuaustriebe zurückgenommen. Neben den Trieben aus dem alten Holz, bilden Hortensien auch vom Erdboden aus immer wieder neue Triebe. Ältere Pflanzen können zur Verjüngung nach der Blüte stark zurückgeschnitten werden, falls nötig auch bis kurz über dem Boden. Allerdings muss dann im Folgejahr auf Blüten verzichtet werden.
Wenn das Gras ins Gras beißt.
Wer wünscht sich keinen sattgrünen englischen Wimbleton Rasen - schön anzusehen, gut zu belaufen und vielseitig nutzbar.Grün, sagt man, beruhigt, doch manchmal regt es auch auf. Es ist wie verhext, wenn sich die gefürchteten Hexenringpilze auf der ordentlich gemähten und makellos gepflegten Rasenfläche ungefragt groß"sporig" breit machen.
Pilze sind oft Anzeiger für Kalimangel im Boden. Der Hexenringerreger ist aber auch dort vorhanden, wo die bodendeckende Massenpflanze unter Nährstoffmangel oder Überversorgung, Bodenverdichtung oder schlechter Belüftung leiden muss. Folge: Das Gras beißt ins Gras.
Die eigentlichen langwierigen Schäden im Rasen entstehen dann, wenn das Gras in den Pilzringen oder im gesamten Kreisbereich sichtbar abstirbt. Dadurch ergibt sich eine Überproduktion an Stickstoff. Und zu viel davon im Boden bedeutet Stress für die zu stark wachsenden Gräser.
Und wenn der Rasen von selbst nicht wieder auf den "grünen Zweig" kommt? Dann kurzerhand den befallenen Bodensektor austauschen. Wer sich diese Tortur ersparen möchte, könnte mit einem noch zugelassenen Fungizit (Pilzmittel aus dem Gartenfachhandel) die befallenen Flächen gründlich oder noch besser tiefgründig ausdauernd wässern. Um das tiefreichende Pilzmyzel zu bekämpfen, muss diese Schicht so tief wie möglich durchstoßen (Grabgabel) und gründlich und durchdringend gewässert werden. Eine schnelle erfolgreiche Bekämpfung ist zugegebenermaßen schwierig, da das Myzel wasserabweisend ist. Daher den Oberboden des Rasens bis zu einer Tiefe von gut zehn Zentimetern durchgehend behandeln.
Beim Erdaustausch ist der gesamte Ring mit einer Tiefe von etwa 30 cm und einer Breite von mindestens 60 cm zu jeder Seite hin vollständig zu entfernen und durch befallsfreie Erde zu ersetzen. Dann kann erst wieder neu ausgesät werden. Begleitende Aktivitäten wie Vertikutieren (Entfilzen), Aerifizieren (Belüften) und Lockern der restlichen Rasennarbe helfen, möglichen Pilzwuchs durch bessere Sauerstoff- und Wasserversorgung zu besiegen.
Wasser ist für den Rasen lebensnotwendig, doch dauerhafte Regenperioden hinterlassen deutliche Spuren. Der Boden verfestigt sich durch anhaltende Niederschläge. Staunässe ist die Folge. Schnell machen sich nässeliebende Wildkräuter und Moose breit. Wurde der Rasen in feuchtem Zustand zudem noch stark durch Sport und Spiel belastet, sind verdichtete Stellen, die weder Luft noch Wasser oder Nährstoffe an die Gräserwurzeln gelangen lassen, so gut wie nicht zu vermeiden. Und diese Verdichtungen bedeuten meist auch gelbe, allmählich absterbende Gräser, die den "Unkräutern" Platz machen. Es ist der richtige Zeitpunkt, den Boden hin und wieder zu lockern. Beim Vertikutieren (maschinell oder in schweißtreibender, fitnessclubersetzender Handarbeit) wird die Rasenfläche von abgelagertem Filz befreit.
Rasen mähen
Ob die grüne Fläche später wie "Repräsentierrasen" aussieht, das ist nicht die Frage. Strebt man in seinem Garten nach einem kurzgemähten "Sportrasen", so muss beispielsweise in Hitzeperioden fast täglich bewässert werden. In Trockenperioden sollte man auf keinen Fall mähen, sonst verbrennt die Grasnarbe. Beim Mähen stellt man(n) dann eine Höhe von 3-5 cm ein, nicht kürzer, sonst kommt es rasch zur Verunkrautung, Moos und Sonnenbrandschäden. Ein gepflegter Rasen will allerdings häufiger gemäht werden! Dabei kann das wenige anfallende Schnittgut als gern als Mulch liegen bleiben, oder es wird nach dem Antrocknen zusammengeharkt und anderweitig zum Mulchen verwendet. Mähen von März bis November (13.-45. Woche)
Schnitt hält fit
Die "richtige" Höhe hängt auch von der Witterung ab. Hierfür gibt es auch eine Gärtnerregel. Im feuchten England, wo man die berühmtesten Rasen der Welt findet, genügt für Strapazierrasen eine Höhe von 1 Zoll (ca. 2,5 cm).
Ein Luxusrasen wird im Frühjahr und Herbst sowie bei Trockenheit auf 3/4 Zoll (ca. 1,9 cm) und in feuchten Sommern sogar auf ca. 1,2 cm gestutzt und zeigt dennoch einen guten grünen Wuchs.
In unseren kontinentalen Breiten empfiehlt sich ein solcher Ultrakurzschnitt leider nicht. Selbst im feuchten Mittelgebirge sind 3 cm Halmlänge die Untergrenze bei rundum idealen Verhältnissen. Das brauchen die Graspflanzen, um genügend Blattgrün für den Aufbau von Kohlehydraten aus der Luft bilden zu können. Bei einem zu kurzen Schnitt schrumpfen die Wurzeln, die schwächlichen Pflanzen werden anfälliger gegen Krankheiten und Schädlinge, und das Wildkraut fängt an, sie hemmungslos zu überwuchern.
Allgemein erfolgt der letzte Rasen-Schnitt im November, damit der Rasen entsprechend "kurz" in den Winter kommt.
Total verpilzt
Hexenring (Marasmius oreades). Das typische Schadbild zeigt sich auf recht unterschiedliche Art und Weise.Häufig wird der Hexenring erst als solcher erkannt, wenn sich Fruchtkörper zeigen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. In der Regel beobachtet man eine ringförmige Färbung der Grasnarbe. Myzel ist nicht unmittelbar zu erkennen, ist aber in der Narbenfilzschicht beziehungsweise im Boden reichlich vorhanden, wodurch die Wasseraufnahme der Gräser behindert wird.
An der Außenseite der Kreise beobachtet man eine von Dir beschriebene Dunkelfärbung des Rasens verbunden mit verstärktem Wachstum. Als Ursache für diese Erscheinung vermutet man eine Stickstoff- und Arsenproduktion durch den Pilz. Schwere Schäden können entstehen, wenn das Gras in den Ringen und sogar im gesamten Kreisbereich abstirbt. Das "glibberige" Zeug könnte der Pilz selbst sein.
Die Frage nach der Ursache ist schnell erklärt: Der Pilz siedelt sich gern auf Böden mit hohem Gehalt organischer Substanz an. Auch Nährstoffmangel, Bodenverdichtung und die dadurch bedingte unzureichende Durchlüftung des Rasenbodens verstärken den Befall.
Leider ist eine erfolgreiche Bekämpfung schwierig, da das Myzel wasserabweisend ist. Aus diesem Grund sollte die sich im Boden befindende Schicht bis in eine Tiefe von mindestens 10 Zentimeter durchstoßen werden. Anschließend ist gründlich zu wässern. Begleitende Maßnahmen stellen das Vertikutieren, Aerifizieren und die flächige Lockerung der Vegetationsschicht dar.
Wann vertikutieren???
Vertikutieren - am besten nach dem 1+2 Schnitt im Frühjahr- der Boden sollte leicht feucht sein - nicht nass oder trocken - nur dann können die Messer gründlich arbeiten.Vertikutieren ist das vertikale Schneiden in die Rasennarbe, bei dem der Boden leicht angeritzt wird. Der Filz an der Bodenoberfläche wird durchschnitten und ausgeräumt.
Diese hand- oder maschinelle Arbeit wirkt auch vorbeugend gegen Pilzkrankheiten und sorgt für bessere Sauerstoff- und Wasserversorgung, die Vegetationsschicht wird gelockert und gelüftet. Das Resultat: Bessere Durchwurzelung weniger "Wildkraut" im Rasen. Nicht vergessen: Das Vertikutieren stört, aber verhindert kein Moos. Wie gesagt: Empfohlene Vertikutierzeiten: Ende April - Mai oder Sept. - Okt.
Die beste Bodenart für den Rasen ist ein nicht zu humushaltiger "Sandboden". Es gibt einen einfachen Handtest, um den Zustand des Rasenbodens quasi als "Faustformel" zu bestimmen. Man nehme eine Handvoll Boden. Verklebt der das Substrat beim zusammendrücken in der Hand, zeigt dieser Test, dass der Boden durch Sand "vermagert" werden sollte. Fällt der Klumpen leicht wieder auseinander, kann über das "Besandungsproblem" im übertragenen Sinne erst einmal Gras wachsen.
Wer bei "klebendem" Boden auf pflegenotwendige arbeitsreiche Maßnahmen wie Vertikutieren oder Aerifizieren (Belüften) verzichtet, wird langfristig mit einer Verschlammung der Bodenstruktur rechnen müssen. Anzeichen dafür ist auch die Vermoosung der Rasendecke. Rasen sind auch Pflanzen und brauchen viel Pflege und Liebe, doch die meisten trampeln nur drauf herum (siehe Fußball).
Jahresplanung Rasenpflege
Welche Pflege auf oder unter dem Rasen wann ausgeführt wird gibt es hier in einer kleinen "unverbindlichen" Jahresplanung einmal zusammengesät:
(05.-13. Woche) - Bodenuntersuchung am besten im Februar/März
(42.-47. Woche) oder Oktober/November
(05.-12. Woche) Grunddüngung im Februar/März
(35.-43. Woche) oder September/Oktober
(13.-19. Woche) Bodenausgleich im März/Mai
(13.-45. Woche) Mähen von März bis November
(11. Woche) Düngung/Langzeit am besten von März an
(18.-27. Woche) Besanden entweder im April/Mai
(36.- 37.Woche) oder Juni oder im September
(16.-26. Woche) Vertikutieren im April-Juni
(36.-37. Woche) oder September
(16.- 20. Woche) Tiefenlockerung deines Rasenbodens im April
(32.- 39. Woche) oder dann wieder im August
(15.- 18. Woche) Aerifizieren entweder im April
(23.- 26.Woche) Juni
(32.-36. Woche) oder August
Und nun zum leidigen Thema - Unkraut oder Wildflora.
(20.-38. Woche) Diese wird am besten von Mai bis September beseitigt.
Aerifizieren bedeutet das Ausstanzen und Belüften des gesamten Rasenbodens. Dabei werden 200-400 Erdkerne pro m2 ausgestanzt, die so entstandenen Löcher haben eine Tiefe von 6-8 cm. Diese maschinelle Maßnahme sorgt dafür, dass die Vegetationsschicht gelockert und gelüftet wird. Dieses sorgt für eine bessere Durchwurzelung des Rasens.
Ohne Moos nix los: Die Ursache für vermoosten Rasen ist oft ein schlechter Wasserabzug, feuchter, verdichteter, aber auch schwerer Boden, Schatten und Nährstoff- und Eisenmangel, ungünstiger pH-Wert (ideal wäre für Rasen 5,5 - 6,5) und nicht zuletzt zu tiefes Mähen.
Die immer wieder vermutete Meinung, dass Moos im Rasen nur dann auftritt, wenn sich die Bodenreaktion im sauren Bereich befindet, ist nicht immer richtig. Moosbekämpfung mit Kalk (nur kohlensauren Kalk verwenden) hilft deshalb nur vorübergehend.
Was bleibt? Jetzt hilft gründliches Aerifizieren (Belüften) und Einsanden mit scharfem, mittelkörnigem Sand. (Ein Kubikmeter Maurersand auf 100 Quadratmeter) - Siehe Planungsübersicht - Vertikutieren stört, aber verhindert leider keinen neuen Moosbesatz.
Oktober - Pflanzzeit von Rosen
Das Pflanzen
1. Rosen wässern - Rosen vor dem Pflanzen einige Stunden im Eimer wässern. Containerrosen reichlich gießen.
2. Wurzeln schneiden - Die Wurzeln mit einer scharfen Schere oder Messer auf ca. 20 cm zurückschneiden. An den Schnittstellen bilden sich dann die für die Nährstoffaufnahme wichtigen weißen Faserwurzeln.
3. Vorbereitung des Pflanzlochs - Pflanzloch von ausreichender Größe ausheben und den Grund des Pflanzlochs auflockern. Die Rose in das Pflanzloch stellen und dieses mit leicht saurer Blumenerde oder spezieller Rosenerde auffüllen.
Wichtig: Standen auf der ausgewählten Pflanzfläche während der letzten fünf Jahre Rosen, sollte die Erde ausgetauscht werden, da neue Rosen dort nur schlecht wachsen (auch Bodenmüdigkeit genannt).
4. Die richtige Höhe - Die Rose muss so gepflanzt werden, dass die Veredlungsstelle (Verdickung am Wurzelhals) ca. 5 cm unter der Erde sitzt. Bei Pflanzung von Containerrosen wird das Pflanzloch soweit mit Erde aufgefüllt, bis die Oberkante des Containers bzw. des Pflanzballens auf gleicher Höhe mit dem Bodenniveau um das Pflanzloch ist. Container vor dem Pflanzen entfernen.
5. Antreten - Soviel Erde einfüllen, bis das Pflanzloch locker gefüllt ist. Dann rundherum vorsichtig festtreten. Dabei einen Gießrand entstehen lassen.
6. Einschlämmen - Die Rose mit ausreichend Wasser gut angießen, damit keine Hohlräume zwischen Wurzeln und Erde entstehen.
7. Anhäufeln - Wenn das Wasser versickert ist, das Pflanzloch ca. 20 cm mit Erde anhäufeln. Bei Pflanzung im Frühjahr die Rosen nach ca. 2-4 Wochen, möglichst bei trübem Wetter, abhäufeln. Bei einer Pflanzung im Herbst erst im nächsten Frühjahr, wenn die Forsythien zu blühen anfangen, abhäufeln
Oktober-Stauden verjüngen
Oktober -Raupenleimringe -Frostspanner
Im Frühjahr richtet der Kleine und der Große Frostspanner an Obstgehölzen (außer Pfirsich) oft großen Schaden an. Die sehr gefräßigen Raupen des Frostspanners sind leicht an ihrer typischen Fortbewegung mit einem "Katzenbuckel" zu erkennen. Um im nächsten Frühjahr die Schäden möglichst gering zu halten, muß ab Anfang Oktober mit den ersten Maßnahmen begonnen werden.In dieser Zeit fliegen die kleinen graubraunen männlichen Falter durch die Bäume. Auch die flugunfähigen Weibchen sind unterwegs und versuchen am Stamm der Bäume emporzustreben, um an den Knospen ihre Eier abzulegen. Werden die Baumstämme mit Leimringen (im Fachhandel erhältlich) umwickelt, bleiben die Weibchen daran hängen und sind an der Eiablage gehindert. Der Leimring muß ganz dicht anliegen, damit die Tiere nicht hinter dem Ring am Stamm emporklettern können. Auch Stützpfähle sind zu umwickeln. Die Leimringe müssen spätestens im Februar entfernt werden, weil ansonsten auch nützliche Insekten, die am Stamm hochklettern in die Falle gehen. Nach dem Abnehmen ist der Stamm unterhalb des Leimringes auf evtl. Eiablage zu kontrollieren und die Eigelege mit einer Drahtbürste zu entfernen.
kolumne - Der grüne Daumen
Die ersten Monate des Jahres gehören in unseren Breitengraden zu den kältesten. Doch langsam beendet die Natur ihren Winterschlaf. Im Blumenfachhandel hat der Frühling schon Einzug gehalten - mit Anemonen, Tulpen, Hyazinthen und Narzissen, den vielen kleinen wie Tausendschön, Scilla, Perlhyazinthen oder Stiefmütterchen sowie vorgetriebenen zarten Blütenzweigen. Unter-Glas-Kulturen aus der Region machen es möglich, dass der bunte, dufte Lenz lange vor dem offiziellen Frühlingsanfang Farbe zeigt. Leuchtendes Gelb, sanftes Rosé, träumerisches Blau, warmes Apricot, samtiges Creme oder zartes Violett gepaart mit aromatischen Düften sind gerade dann natürliche Muntermacher, wenn die »Quecksilber«säule des Thermometers nicht so richtig steigen will.
Das ist auch gut so für die versteckte Natur im Gartenboden. Kälte im Garten sorgt dafür, dass Zwiebelblüher überhaupt austreiben und blühen können. Nicht anders bekommen Gärtner und Gärtnerinnen den Frühling in den Griff. Kälte und Wärme lassen Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Schneeglöckchen und Co rechtzeitiger erblühen. Frühlingsblüher im Topf können trotz der verfrühten Blütezeit, so ab März, auf Balkonen, Terrassen und Gärten in Kübeln, Schalen, Kästen oder Beeten weiterwachsen. Im kommenden Jahr blühen die meisten Zwiebel- und Knollengewächse wieder - dann allerdings zu ihrer »normalen« Vegetationszeit im Freien. Der diesjährige Vorfrühling in der Natur zeigt sich zart und weiß, vereinzelt oder flächendeckend Schneeglöckchen in den Gärten läuten das neue Vegetationsjahr ein. Wenn sich Salweidenblüten und zartes Grün an Stachelbeeren zeigen, wird es Zeit für erste Gartenarbeiten. Es ist endlich der »echte« Frühling da ... und es kribbelt unaufhörlich in den Fingern, die jetzt die Gartengeräte, die inzwischen eingerostet sind und die Gartenschere, die leise quietscht, einsetzen möchten.
Für zauberhafte Frühlingsstimmung sorgen Klassiker wie Stiefmütterchen, deren ausdrucksstarke Blüten und Farbenvielfalt beeindrucken. Schon ein kurzer Blick auf die bunte Blütenpracht lässt an laue Frühlingslüfte denken. Die Romantischen unter den Frühlingsblühern sprechen ihre eigene Sprache. Das blaue oder jungfräulich weiße Myosotis sagt: »Vergiß mich nicht«. Ranunkeln laden zu einen zärtlichen Tete-á-Tete ein. Und die zarten Bellis verraten »Ich bin ganz verliebt in Dich«. Sprachlos ist man schnell, wenn sich die »jahresbeginnende« Natur nicht kalendarisch verhält. Es gibt viele Gründe dafür, dass sich Frühlingsblüher früher als kalendarisch geplant schon zeigen wollen. Ein Grund dafür könnte ein zu früh gewählter Pflanzzeitpunkt im vergangenen Jahr sein. Ein weiterer liegt in der Natur der Zwiebel- und der Knollenblüher selbst. Der feuchte Herbst im letzten Jahr regte zum Wachsen an. Da wurden nicht nur die ersten Wurzeln gebildet, sondern auch ein zartes Grün schob sich vorsichtig aus dem Boden. Wenn frostige Zeiten angesagt sind, beschützen einige Fichtenzweige den zart sprießenden Frühling vor zu starker Verdunstung und Verbrennung durch die langersehnte Sonne. Kaum treffen die ersten Sonnenstrahlen auf den kalten, noch müden Boden, spielen nicht nur wir Menschen, sondern auch die ersten Bienen, Maulwürfe und Wühlmäuse »verrückt«.
Es tut sich was auf und in der Erde. Das schmale Grün der Narzissen schiebt sich unaufhörlich aus der noch frierenden Erdkruste. Wenn diese erst ihre Farbe zeigen, dann geht im gärtnerischen Herz die Sonne auf. Das war schon immer so. Narzissen wurden bereits in den Palastanlagen türkischer Sultane gepflanzt und gezüchtet. Wer nur gelbe Osterglocken kennt, wird staunen, wenn großkronige Schalennarzissen wie die mittelgelbe ‚Carlton' und die cremeweißen ‚Ice Follies', gefüllte Sorten wie ‚Cheerfulness' und ‚Dick Wilden', alpenveilchenblütige, kleinkronige Tellernarzissen, Jonquillen, Tazetten und Dichternarzissen blühen. Ihre Kronen variieren von orange- bis aprikosenfarben, von tiefrot bis leuchtendrot oder weiß mit leuchtendem Auge.
Der blühende Frühling sollte so lange wie möglich genossen werden. Oft werden Frühlingsblüher zu früh abgemäht oder runter geschnitten. Für viele Menschen gelten Krokusse, Schneeglöckchen oder Blausternchen nur solange sie in voller Blüte stehen, als schmückende Zierde. Der schnelle Griff zur Schere macht jedoch wenig Sinn. Im verblühten Zustand benötigen besonders Frühlingsblüher noch etwas Zeit, bis sie in ihren Zwiebeln wieder genügend Nährstoffe für den nächstjährigen Blütenzauber gesammelt haben. Erst, wenn das Zwiebellaub verwelkt ist, beginnt der langanhaltende Sommer.
Die dritte Hand
Neben den eigenen Händen sind Spaten, Harke, Hacke und Schere die wohl wichtigsten Werkzeuge im Garten.Handlich, leicht, sicher und ergonomisch gestylt muss die dritte Hand idealerweise sein. Wer seinen Sommerschnitt in den Kiwis durchführt, bei dem alle Ranken nach dem vierten bis sechsten Blatt hinter den Früchten reduziert werden - will mit seiner Arbeit und dem Werkzeug einschneidenden Erfolg haben. Erfolgreich soll auch das Herunter schneiden der verregneten Rosenblüten oder die Trennung verwelkter Staudenblütenstände sein. Selbst wenn "nur" altes Holz abgeernteter Beerensträucher auszuschneiden ist, werden Schere und Hand des Schneidenden stark beansprucht. Was dann nicht richtig funktioniert, geht schnell auf die Nerven. Wer bei der Wahl seiner Scheren besonderes Augenmerk auf ermüdungsfreies "Trennen" legt, bei der Arbeit auf schmerzende Blasen und Hornhautschichten verzichten will, muss sich vor dem Schneiden für die "richtige" Schere entscheiden. Denn: Schere ist nicht gleich Schere. Es gibt die ergonomische Rollgriff-Schere, die den natürlichen Bewegungsablauf der Hand unterstützt und Ermüdungserscheinungen vorbeugt. Oder diejenige mit patentierter Getriebe-Technik, die für optimale Kraftübertragung ohne Nachgreifen sorgt - was sich sofort in einer deutlichen Kraftersparnis bemerkbar macht. Achten sollte man auf die Öffnungsweite der Schere ebenso wie auf antihaftbeschichtete Schrauben, gehärteten Präzisionsstahl sowie die aufgeschraubte Gegenklinge mit Saftrille. Wichtig sind leichteres Schneiden, kraftsparende Hebelübersetzung, ergonomische Griffe mit stoßdämpfender Weichgummieinlage für die richtige Hand und deren Größe. Im Detail liegt die Vollkommenheit einer Schere, aber auch Preis. Argumente für Qualität liegen quasi auf der Hand. Unbegreiflich ist oft die spontane Entscheidung für einfache, robust wirkenden "Schnäppchen" mit auffallenden Griffen für ein paar Mark. Ob man(n) damit wirklich gut abschneidet? Wer vor dem Kauf einer Gartenschere den gefürchteten "Holzdübel oder Astschneide-Test" ein paar mal selber macht, sollte, wenn es zu schwer geht, lieber die Finger von diesem Testobjekt lassen!
Vorsicht ist auch angesagt, wenn sich Pilzkrankheiten wie Mehltau beim Apfel oder Spitzendürre bei der Kirsche zeigen. Oft ist die erste Maßnahme ein Rückschnitt, der 15 bis 20 cm in das gesunde Holz durchgeführt werden muss. Wer ins kranke Holz schneidet trägt unweigerlich Millionen an Pilzsporen weiter und infiziert neue Schnittstellen. Vorbeugend sollte die Schere mit heißem Wasser überbrüht oder in ein Brennspiritus- oder Sagrotan-Tauchbad gelegt werden. Wer über offener Hitze für pilzfreie Verhältnisse sorgt, wird Feuer und Flamme sein, wenn die Schere auch das noch alles schadlos mitmacht.
Zur Schnecke machen
Schnecken lieben es, sich den Bauch mit Leckereien vollzuschlagen.
Gern darf es sich dabei auch um Aas oder andere proteinreiche Speisen handeln. Diese Schwäche kann man sich trickreich zunutze machen. Ein besonderes Schmankerl für Schnecken ist Haferkleie. Aber was gut schmeckt, ist noch lange nicht gesund! Streuen Sie deshalb trockene Haferkleie um die schützenswerten Pflanzen. Die Schnecken werden sich darauf stürzen und so viel fressen, wie in den Magen reingeht. Das ist gut so, denn die trockene Haferkleie quillt im Inneren der Schnecken auf, entzieht ihnen lebensnotwendige Feuchtigkeit und lässt sie sterben. Die Überreste können dann am Komposthaufen vergraben werden.
Quelle: AV-Verlag
Gartenarbeit - aber mit Sicherheit
Es kribbelt in den Fingern und schmerzt am Kopf. Was ist passiert?Der Frühling hält Einzug im Garten. Es wird gegraben, gepflanzt, geharkt, geschnitten. Und mittendrin im Trubel ist es geschehen... der lange Stiel einer liegen gelassenen Harke schnellt hoch und hinterlässt eine Beule - wenn man Glück hat. Viele Gefahrenquellen im Garten können aber zu weit schweren Verletzungen führen. Es gibt genügend Sicherheitsvorschriften für Gartengeräte, aber keiner (außer wir selbst) schützt uns davor, auf die Harke zu treten oder andere "Dummheiten" zu be"gehen". Die rotierenden Messer eines Rasenmähers sind ebenso beängstigend wie die messerscharfen Klingen einer motorbetriebenen Heckenschere. Der arglose Umgang mit der Kettensäge ist nicht immer als fachmännisch zu bezeichnen. Wer auf akrobatische Verrenkungen auf meterhohen Leitern bei der Gartenarbeit nicht verzichtet, ist dem Himmel manchmal näher als er vermutet. Von einer guten Leiter muss man verlangen, dass sie standsicher ist. Eine Stehleiter muss deshalb fest stehen und darf nicht wackeln. Und wer beim Bücken, Hocken oder Niederknien das in der Hosentasche befindliche Kartoffelschälmesser oder die offene Rosenschere vergisst, könnte daran schmerzhaft und nachhaltig erinnert werden.
Das Gefahrenpotential im Garten ist nicht zu unterschätzen. Dazu gehört auch der Rasenmäher. Er steht bei allen Unfällen an vorderster Stelle. Das Schlamassel ist groß, wenn herausgeschleuderte Gegenstände wie Steine oder Scherben zu verletzenden Geschossen werden. Spannend wird es auch, wenn durchgemähte elektrische Kabel unsachgemäß miteinander verdrillt und zur "Sicherheit" mit Isolierband umwickeln wurden. So manche Tragödie im Garten lässt sich vermeiden, wenn man sich an einige Tipps hält: Alle Geräte sollten nur zu dem Zweck benutzt werden, für den sie vorgesehen sind. Wer mit der Sense Baumäste abschlägt, hat bereits verloren. Wer mit seinem Rasenmäher auf die Schnelle versucht, Holzabfälle zu häckseln, läuft unweigerlich Gefahr, sich und nicht zuletzt seinen Rasenmäher zu ruinieren.
Arbeitsgeräte nach dem Gebrauch immer beiseite stellen. So lässt sich vermeiden, dass jemand auf die berühmte Harke tritt. Zur Sicherheit im Garten gehört natürlich auch entsprechende Arbeitskleidung. Wer Rasen mäht oder mit Heckenschere oder Kettensäge arbeitet, braucht nicht nur sicheres Schuhwerk und Arbeitshandschuhe, sondern auch eine Schutzbrille, um auch noch zukünftig die Natur im Garten sehen und begreifen zu können.
Das richtige Gartengerät
Lockern, Pflanzen, Jäten oder Umgraben sind im Garten fast immer angesagt.Doch was brauchen Mensch und Garten, um glücklich zu sein? Mit Gartengeräten ist es fast wie mit guten Freunden: Erst wenn es darauf ankommt, zeigt sich, ob man sich auf sie verlassen kann. Nur mit dem richtigen Werkzeug oder der geeigneten Maschine macht Gartenarbeit unbestritten auch Spaß, auch wenn wir hier und da feststellen, dass uns körperliche Arbeiten nicht mehr so leicht von der Hand geht wie früher. Wäre das nicht einmal ein Grund, sich von den alten und schweren Gartengeräten zu trennen und diese durch ergonomische, handliche und leichtere zu ersetzen? Und noch ein Tipp vom NDR-Fernsehgärtner: Wie beim Sport gilt auch für die anstehende Gartenarbeit das vertraute "warming up", sonst erwischt uns der Hexenschuss eiskalt.
Der Garten gilt als Oase der Ruhe und Entspannung - schwere körperliche Arbeit ist nicht mehr angesagt. Das hat Auswirkungen auf die Gartengeräte, denn gewünscht werden kraftschonende und vor allem leise Produkte. Verständlich, wer möchte nicht, dass die Gartenarbeit leicht von der Hand geht und die Geräte einfach zu handhaben sind. Gartenarbeit mit Sti(e)l - kein Problem. Wenn die Hebelwirkung groß genug ist, verringert sich der Kraftaufwand um das Vielfache. Mit der richtigen Bewegung etwas bewegen, das sollte immer das Ziel der Gartenarbeit sein. Das beste Beispiel ist die Medien bekannte Gartenkralle.
Wenn der zu bearbeitende Boden locker ist, dann klappt es auch mit diesem „Wunderding" der Gartengerätekultur. Und wenn die Erdoberfläche trocken oder nass ist, dann wird man sich wundern, wie viel Kraft und Power erforderlich sind, Luft in den Boden zu bekommen. Da bleibt einem selbst der Atmen stehen vor Anstrengungen, von verbogenen Krallen und schmerzenden Händen ganz zu schweigen. Ideale Gartengeräte für die offene Bodenbearbeitung sind Grubber, Kultivator, Verstell-Kultivator, Krümmer, Lüfter oder Tiefenlüfter.
Auf die Länge kommt es an. Rücken schonende Gartenarbeit ist das A + O. Achtzig bis neunzig Zentimeter Stiellänge sorgen dafür, dass die Arbeit weit genug entfernt ist. Krumm machen für den Garten, diese Zeiten sind endgültig vorbei. Und ziehende Bodenbearbeitung ist gesünder (statt Stoßen und Hacken). Der Gartenfachhandel hat hier Alternativen, die nicht mehr auf „Kleingärtner" Größe abgestimmt sind.
Das Gewicht vieler Gartengeräte kann deutlich reduziert werden. Wer auf schwerere Eschenholzstiele verzichtet und dafür zum leichteren Aluminium-Stiel greift, wird schnell begreifen.... wie leicht schwere Arbeit sein kann.
Wertsteigerung durch Mehrfachnutzen. Einige Hersteller haben ihre Alu-Stiele mit einer hautsympathischen, griffigen Kunststoff-Ummantelung bedienerfreundlicher auf den Markt gebracht. Vor der Kaufentscheidung macht es Sinn, die typischen Arbeitsbewegungen mit dem neuen Handwerkzeug zu simulieren, damit es auch im Garten klappt. Viele Geräte sind mit Fingermulden ausgestattet, um rutschfester zu sein. Leider passen diese Mulden häufig nur zu einer Handgröße. Menschen mit kleineren oder größeren Händen bekommen dann häufig Probleme. Denn eine Änderung der Fingerstellung führt entweder zu Kraftverlust oder gar zu Schmerzen.
Warum eigentlich zwei oder mehrere Geräte kaufen, wenn ein Produkt viele Funktionen in sich vereint? Der aktuelle Trend im Gartengerätemarkt ist somit der "all-in-one"-Gedanke oder das mobile Gärtnern. Für den Fachhandel und den Konsumenten ist das das Geheimnis, um auf den grünen Zweig zu kommen. Quasi mit einem Knopfdruck lassen sich Besen, Hacke, Harke oder Schaufel aufstielen. Und wer sich nicht von seinem, glatten Stiel trennen mag, umwickelt diesen mit einem Textilband oder trägt die richtigen Arbeitshandschuhe. Bitte nicht dabei vergessen: Durch Handschuhe verliert man durchschnittlich 26% an Kraft. Die höchste Kraft besteht mit 25-35 Jahren. Mit 40 Jahren verliert man ca. 10% an Kraft. Mit 50 Jahren 15%. Mit 60 Jahren 20%. Mit 75 Jahren 40%.
Ein grüner Platz für Alle.
Menschen lebten in frühester Zeit zum größten Teil von der Landwirtschaft. Saat, Ernte, Reifung, Bewässerung, Tierhaltung und Schlachtung prägten weitgehend das tägliche Leben. In vielen religiösen Traditionen war der angelegte Garten für den Menschen (bei Christen und Juden, im Islam) besonders prägend.
Was die Menschen als Garten verstehen, hängt sehr von den gesellschaftlichen und individuellen Bedürfnissen, den Sitten und Gebräuchen und vom Naturverständnis ab. Eines steht fest, der Garten war und ist heute noch ein unschätzbarer sinnlicher, kreativer und aktiver Bereich vieler Menschen. In unserer heutigen Zeit werden Gärten werden nicht nur angelegt, um einen direkten Ertrag zu ernten (Nutzgarten), sondern auch um einem künstlerischen, spirituellen, religiösen, therapeutischen Zweck bzw. der Freizeitgestaltung und Erholung zu dienen.
Gärten aus früheren Tagen dienten auch der inneren „Bestimmung" wurde als „Ort unbegrenzter Begegnungsmöglichkeiten" als „Garten Eden" verstanden und als „Orte der Befreiung und Furchtlosigkeit" gesehen. Der Anbau von Pflanzen, die Pflege und Ernte hat im Laufe der Jahre eine ganz besondere Bedeutung, es förderte und bildete die Basis für das das gemeinschaftliche Aussäen, Pflegen und Ernten von Gemüse und Kräutern durch Menschen verschiedener Nationen.
Gärten sind so vielfältig wie ihre Nutzer. Es gibt unterschiedlichste Gartentypen: Haus-, Stauden-, Hecken-, Wasser-und Landschaftsgarten, den Obst-, Gemüse-, Natur-, Zier- und Blumengarten. Der heutige Garten ist noch unbestritten die Schnittstelle zwischen Natur und Mensch. Es ist das Fleckchen Erde, wo immer noch geplant, geschaufelt, gegraben, gesät, gepflanzt und natürlich auch ausgeruht werden kann. Für viele gehört das „Stückchen" Land unter dem eigenen Spaten inzwischen zum Lebensglück und wird auch als ein wichtiger Grundstein für die Eigenversorgung verstanden. Das Gärtnern bietet die Möglichkeit zur eigenen Versorgung mit frischem Gemüse, Obst oder Beerenfrüchten.
Gärten sind in jedem Fall ein Spiegel der Seele. Sie sind erholsame Lebensräume und dienen (neben der Gartenarbeit) der Entspannung. Und jeder Garten, Terrasse, Balkon oder Fensterbank ist als ideales Refugium zu verstehen, die Natur direkt zu erleben und zu verstehen.
Unkraut im Garten
Unkraut im Garten. Es wird keine schnelle Lösung geben, das "Un"- oder besser Wildkraut Giersch zu beseitigen.
Zunächst alles abmähen und dann ist vermutlich Handarbeit angesagt. Eine der besten Methoden zur "dauerhaften" Beseitigung von mehrjährigem "Un"kraut ist nach wie vor Handarbeit.
"Etwas" ausdauernde Arbeit mit der Grabegabel (manchmal auch mit dem Spaten) zur rechten Zeit erspart viel Ärger - vorausgesetzt man lässt keine Wurzelreste im bearbeiteten Boden. Es genügt also nicht, die Pflanzen nur auszustechen, man muss diese mit allen Wurzeln komplett aus dem gesamten Garten entfernen.
Ein wenig "grüne" Theorie für die Praxis. Es gibt zwei Arten von Stress. Zum einem die Dauerwildkräuter, die sich durch Rhizome in der Erde ausbreiten. Dazu gehören vor allem dein Giersch, Quecke, Wind- und Kriechender Hahnenfuß.
Beim Ausgraben der Wurzel"un"kräuter mit dem Spaten bleibt immer ein Stückchen Wurzelrest im Boden. Jede Teilung mit dem Spaten oder der Grabegabel bedeutet eine weitere Pflanze. Hier hilft beispielsweise eine dicke Mulchschicht (du hast Recht, auch Dachpappe gehört dazu), die verhindert, dass die oberirdischen Teile wachsen und über ihre Blätter die Wurzeln ernähren können.
Die Mulchschicht darf kein Wasser und Sonnenlicht durchlassen. Bewährt haben sich bei großflächigen Bereichen eine schwarze Mulchfolie, aber auch Schichten aus Pappe, Sägespänen oder eine 20 Zentimeter dicke Rindenmulchschicht. Zwei Jahre sollte die Mulchschicht liegen und alles am Rand Wachsende gründlich ausgegraben werden. Ideal ist dies zwischen und unter Beerensträuchern.
Tipp 2: Die Pflanze - sobald sie sichtbar wird - ständig mechanisch stören, Sprosse und Blätter abschneiden.
Stellt sich immer die Frage: Was für einen Boden ist vorhander? Auf überdüngten oder stickstoffhaltigen Böden wachsen gern Giersch, Quecke, Bingelkraut, Vogelmiere (31 Arten), Brennnessel und Bärenklau.
Mein Tipp: Das Problem ist schnell in den Griff zu bekommen - weniger düngen. Und darauf achten, Oberflächenwasser (Rasendüngung) oder Regenwasser (Dach-Stickoxide) zu vermeiden.
Mit der "böser" Chemie ist das auch nicht so einfach. Es gibt im Fachhandel verschiedene Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel), die jeglichen Bewuchs beseitigen. Diese Mittel vernichten sämtliche mit ihm in Berührung kommende Pflanzen. Auf einer damit behandelten Fläche darf zwei bis drei Monate lang nichts angepflanzt werden.
Wenn man ein "herbes" Herbizid mit Dauerwirkung nachbehandelt, müsste man mehrere Monate lang eine unkrautfreie (unbewachsene) Fläche haben. Hier solltest du dich im Fachhandel beraten lassen. Für alle Pflanzenschutz-Vorschläge gilt, unbedingt die Gebrauchsanweisung der Präparate bei der Anwendung und die Gesetzgebervorschriften des Bundeslandes genauestens beachten!
Milch gegen Mehltau
Der "Schönwetterpilz" kann sich bei Temperaturen um 20 °C und in windgeschützten Lagen optimal entwickeln.
Da bleibt die "nur" eine "Bekämpfung" des Pilzes schon bei beginnendem Befall durchzuführen. Ein bereits starker Befall kann nicht mehr vollkommen eingedämmt werden.
Folgende Mittel sind könnten u.a. gegen diesen Pilz eingesetzt werden:
Saprol Neu 0,10 % (1 ml/1 l Wasser) oder Pilz-frei Spiess-Urania (Fenarimol) - ein Anwendungsfertiges Spray (FCKW-frei) gegen Echten Mehltau, Rost und Sternrußtau an Rosen sowie gegen Pilzkrankheiten an Zierpflanzen im Garten und auf dem Balkon, auch gegen Geranienrost. Wasserschutzgebietsauflage: keine
Oder Baymat Rosenspritzmittel 0,15 % (1,5 ml/1 l Wasser) Für kleinere Flächen können auch Präparate, die in Spraydosen angeboten werden wie beispielsweise Pflanzen Paral Pilz-Frei oder Baymat Zierpflanzenspray eingesetzt werden. Die Behandlungen sind, wenn erforderlich, im Abstand von 7 bis 10 Tagen mehrmals zu wiederholen.
Sonst bleibt dir nur durch weitere Gegenmaßnahmen sich gegen die Verpilzung zu wehren:
- durch Entfernen erkrankter Triebe,
- weniger anfällige Sorten wählen,
- keine zu reichlichen Stickstoffgaben,
- vorbeugende Spritzungen mit Schachtelhalm- oder Knöterichbrühe,
- vorbeugende Anwendung von Rapsöl, direkte Bekämpfung mit Schwefelpräparaten.
Im Gegensatz zu den oftmals anfälligen Beet- und Edelrosen werden Schädlinge und Krankheiten bei den Wildrosen nur selten zum Problem. So schütteln sie einen Anflug von Mehltau oder von Sternrußtau zumeist von ganz alleine ab. Auch was die Pflege betrifft, wird man bei erstmaliger Verwendung der ursprünglichsten aller Rosen sehr überrascht sein. An einem vollsonnigen, windgeschützten Standort gedeihen die Wildsträucher nämlich beinahe ohne jegliches Zutun. Anhäufeln und Düngemaßnahmen können gänzlich entfallen.
Noch schnell zum "Falschen Mehltau" - dieser zeigt sich als schmutzig weißer Belag auf der Blattunterseite. Gegenmaßnahmen sind: durch genügend Standweite oder Auslichten dafür sorgen, dass der Bestand schnell abtrocknen kann, kranke Pflanzenteile entfernen, Spritzen mit Kupferpräparaten. Für alle Vorschläge gilt, unbedingt die Gebrauchsanweisung der Präparate bei der Anwendung genauestens beachten!
Nun zum "Milch-Tipp":
Australische Forscher haben in der Milch ein umweltschonendes Mittel gegen den Echten Mehltau (Rebenmehltau) entdeckt. Die beste Wirkung werde dann erzielt, wenn Milch mit neun Teilen Wasser verdünnt auf die befallenden Pflanzen aufgesprüht wird. Neben verdünnter Milch erwiesen sich aber auch verdünnte Molke, dem flüssigen Nebenprodukt aus der Käseproduktion, und Produkte auf Basis von Rapsöl als effektiv.
Der ultimative "Milch-Tipp":
Australische Forscher haben in der Milch ein umweltschonendes Mittel gegen den Echten Mehltau (Rebenmehltau) entdeckt. Die beste Wirkung werde dann erzielt, wenn Milch mit neun Teilen Wasser verdünnt auf die befallenden Pflanzen aufgesprüht wird. Neben verdünnter Milch erwiesen sich aber auch verdünnte Molke, dem flüssigen Nebenprodukt aus der Käseproduktion, und Produkte auf Basis von Rapsöl als effektiv.
Buchsbaumschnitt
Schon die Gärtner im alten Rom schufen kunstfertig fantasievolle Figuren aus Buchsbaum (Buxus sempervirens).
So verwundert es nicht, dass geschnittener Buchsbaum in attraktive Terrakotta-Gefäße gepflanzt, Erinnerungen an Italien weckt. Doch nicht nur als dekoratives Formgehölz, sondern auch als anspruchslose Beet-Einfassung romantischer Bauerngärten ist der immergrüne Buxus beliebt.
Seine gute Schnittverträglichkeit hat dazu geführt, dass man ihn nur selten so sieht, wie er von Natur aus wächst. Ungeschnitten können Buchsbäume je nach Art und Sorte eine Höhe bis 8 m erreichen. Die als Einfassungs-Buchsbaum bekannte Sorte 'Suffruticosa' bleibt dagegen auch ungeschnitten unter 1 m. Buxus bildet dichtbuschige, kompakte Pflanzen.
Auf Grund seines dichten, feinen Wurzelwerkes und seines langsamen Wuchses eignet sich Buxus hervorragend für die Topfkultur. Dein Buchs ist anspruchslos und übersteht schon mal ein paar Tage ohne Pflege. Am besten verabreicht man zu Vegetationsbeginn im Frühjahr eine Portion Langzeitdünger. An heißen Tagen verbraucht der Buchs viel Wasser. Selbst kalkhaltiges Gießwasser schadet ihm nicht.
Der Juli und August ist der günstige Schnittermin. Vom Rückschnitt zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt ist unbedingt abzuraten, da dann die Winterhärte nachteilig beeinflusst wird. Buxus sollte erst nach dem Frost geschnitten werden.
Bodenmüdigkeit bei Rosenpflanzen
Woher die Bodenmüdigkeit bei Rosenpflanzen kommt ist noch nicht vollends wissenschaftlich geklärt.
Zu einem liegt es sicherlich an einem Nährstoffungleichgewicht im Boden durch die langjährige Entnahme durch die Rose, zum anderen könnte auch die Anhäufung von Krankheitserregern wie Nematoden zu diesem Problem beitragen. Doch reicht es nicht, nach dem Entfernen der alten Rosenpflanze den Boden zu entseuchen (chemisch, thermisch) und gezielt aufzudüngen, der Effekt bleibt. Daher hilft nur eine Rosenpause von 1 bis 2 Jahren oder den Boden vor der neuen Rosenpflanzung auszutauschen, und zwar mindestens 50 cm tief.
Haus+Garten Forum
Mitreden im Garten-Forum
Zu jeder Jahreszeit zeigt der Garten ein anderes Gesicht, brauchen die Pflanzen eine andere Pflege. Fragen zu Schädlingen und Pflanzenkrankheiten, Probleme mit schwierigen Pflanzen oder neue Methoden zu gärtnern – das sind spannende Themen für Garten-Neulinge wie für die Profis unter den Hobby-Gärtnern. Hier werden gärtnerische Tipps und Tricks mit viel Spaß beim Fachsimpeln ausgetauscht.
Online-Gärtner John Langley - Seit neun Jahren moderiert John das Haus+Gartenforum. Der beliebte NDR Fernsehgärtner aus Hamburg ist immer zur Stelle, wenn's richtig schwierig wird. Alle, die ihren grünen Daumen suchen, sind natürlich willkommen.
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Natur und Mensch
Der Garten ist unbestritten die Schnittstelle zwischen Natur und Mensch.
Es ist das Fleckchen Erde, wo geplant, geschaufelt, gegraben, gesät, gepflanzt und natürlich auch ausgeruht werden kann. Gärten sind in jedem Fall ein Spiegel der Seele. Gärten sind erholsame Lebensräume und dienen (neben der Gartenarbeit) der Entspannung. Und jeder Garten, Terrasse, Balkon oder Fensterbank ist als ideales Refugium zu verstehen, um eine bunte natürliche Pracht direkt zu erleben.
Rosen in Kübeln und Gefäßen
Rosen in Kübeln und Gefäßen sind nicht uninteressant, wenn auch nicht immer so ganz pflegeleicht.Ein großer Vorteil ist die Mobilität der Gefäße. Damit kann die Rose auch an Standorten blühen (wenn sie dann blüht), an denen sonst keine Rosenpflanzung im eigentlichen Sinne möglich ist. Da Rosen auch aufgrund ihrer Fähigkeit sehr tief zu wurzeln seit Jahrtausenden überleben, ist die Königin unter den Blumen für den Kübel nicht besonders geeignet. Damit es dennoch mit der Kübelkultur funktioniert, sollten einige Grundregeln beachten werden, damit der rosige Kübelspaß auch im 2. und 3. Sommer noch Freude bereitet. Da wären wir fast schon bei Deiner Fragestellung.
Stichwort Kübelstandort und -größe: Terrassen und dem Balkone sind oft südlich ausgerichtet. In Verbindung mit wärmespeichernden Bodenplatten und Mauerwerken können an besonders heißen Sommertagen enorme Strahlungswerte auf die Rosen treffen. Das bringt für die Pflanze oft Stress, weil eine kühlende, strahlenschluckende Erdoberfläche - wie sie bei Deinen blühfreudigeren Gartenrosen vorhanden ist - fehlt.
Rosen sollten möglichst halbschattig stehen. Wer der direkten Sonne nicht ausweichen kann, sollte seine Gefäße mit kleinlaubigen Sorten, u.a. mit Flächenrosen bepflanzen. Denn es gilt: Je kleinlaubiger die gewünschte Rosensorte für die Gefäßpflanzung ist, desto größer ist ihre Strahlungs- und damit Hitzetoleranz.
Eine Gefäßgröße mit einem Durchmesser und einer Höhe von mindestens 40 cm ist für eine mehrjährige Kultur von Rosen im Kübel unbedingt erforderlich. Wie groß ist Dein Kübel? Je größer das Gefäß, desto geeigneter ist es für die rosigen Tiefwurzler. Ein zu kleines Gefäß lässt die Rose verkümmern. Wachstumsprobleme könnte es auch durch verkehrte Erde geben. Rosen überleben nur, wenn die verwendete Kübelerde über die notwendige Strukturstabilität verfügt. Im Fachhandel angebotene Fertigerden sind speziell auf den Standort Kübel abgestimmt, ein zusätzliches Beimischen von zehn Prozent gebrochenem Schiefer, Perlite oder Blähton sorgt ebenfalls für eine wachstumsfördernde Luftzufuhr im Wurzelbereich. Welche Erde hast Du verwendet? Nicht geeignet sind reine Komposterden bzw. aufgedüngte Balkonkasten-Erden aufgrund ihrer hohen Nährstoffgehalte.
Beim Einpflanzen der Kübelpflanzen-Rose sollte zuerst eine Drainageschicht aus Tonscherben oder Blähton (etwa 3 bis 4 Zentimeter stark) auf den Kübelboden geschüttet werden. Darauf sollte ein wasserdurchlässiges Vlies gelegt werden, etwa wie es zum Verfrühen von Gemüse im Gartencenter angeboten wird. Darauf kommt die "gute" Kübelerde. Die Rosenwurzeln müssen zumindest so viel Raum im Kübel haben, das sie sich ohne Verbiegen ausbreiten können. Nach dem Topfen wird die Kübelerde angeschwemmt.
Nach drei bis vier Jahren sind die Töpfe so stark durchwurzelt, das ein gedeihliches Wachstum der Rosen nicht mehr möglich ist. Wie stark ist inzwischen der Wurzelballen Deiner Rose verwachsen? Dann ist Zeit zum Umtopfen - idealerweise in ein größeres Behältnis. Ist dies aus RaummangeI nicht möglich, wird die Rose im unbelaubten Zustand samt Ballen aus dem alten Gefäß genommen. Der Wurzelballen wird ausgeschüttelt, dicke Wurzeln zurückgeschnitten und oberirdische Triebe auf etwa 10 cm eingekürzt. Die so verjüngte Rose wird wie eine neue Pflanze frisch eingetopft.
Noch schnell einige Worte zum Gießen und zur möglichen Staunässe. Zu viel Nässe führt zum unweigerlichem Absterben der lebensnotwendigen Feinwurzeln. Deshalb muss das sogenannte Überschußwasser immer umgehend ablaufen können. Dafür sorgen die wichtige Drainageschicht und möglichst große Ablauflöcher am Kübelboden. Auch im Winter gilt: Das Überschußschußwasser muß problemlos ablaufen können.
Ich habe aus dem Kordes-Katalog einige geeignete Sorten ausgewählt, die als kübeltauglich verstanden werden. Da wären 'Anabell', 'Bassine', 'Bella Rosa', 'Glass Act', 'Elveshörn', 'Heidelinde', 'Heinzelmännchen', 'Knirps', 'Lady Rose', 'Lovely', 'Fairy', 'Queen Mother', 'Sommermorgen', 'Sommerwind', 'Sunflare' und nicht zuletzt 'Zwergkönig' zu nennen.
Gärtnern kann so einfach sein






























































































